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| Code::Blocks: Boost verwenden |
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1. Wie
schon bei der kostenlosen Version von Visual C++ 2008 Express Editon
müssen Sie Boost selbst übersetzen.
Zunächst müssen Sie sich hierbei den neuesten
plattformunabhängigen Quellcode von Boost bei Sourceforge herunterladen. Hierbei
können Sie sich auch gleich das neueste boost-jam herunterladen,
was Sie zum Bauen von Boost brauchen.
2. Im Gegensatz zum Visual C++-Compiler dürfte es eher unwahrscheinlich sein, dass die Umgebungsvariable PATH für den MinGW-Compiler richtig eingerichtet ist. Dies ist übrigens ein häufiges Problem, warum es nicht klappt, sich sein eigenes Boost zu bauen. Suchen Sie sich also zunächst den Pfad, wo MinGW installiert ist. Sollten Sie MinGW gleichzeitig mit Code::Blocks installiert haben, finden Sie den Pfad im Verzeichnis von Code::Blocks. Ich habe MinGW nachträglich installiert und somit lautet mein bin-Verzeichnis zum Compiler und Linker C:\MinGW\bin und zum libexec-Verzeichnis C:\MinGW\libexec\gcc\mingw32\3.4.5. 3. Jetzt müssen Sie die Systemeigenschaften öffnen (bspw. über Systemsteuerung * System * Erweiterte Systemeinstellungen oder Arbeitsplatz * Eigenschaften). Beim sich öffnenden Dialog Systemeigenschaften finden Sie einen Reiter Erweitert und darunter eine Schaltfläche Umgebungsvariablen..., welche Sie jetzt anklicken dürfen. ![]() 4. Jetzt müssen Sie bei Systemvariablen (Achtung nicht gleichzusetzen mit den Benutzervariablen für User) eine neue Variable bei Path hinzufügen. Vermutlich werden hierbei schon eine ganze Menge an Pfaden vorhanden sein. Wählen Sie entweder Path in der Liste aus und klicken Sie auf Bearbeiten, oder falls Path bereits existiert, klicken Sie auf die Schaltfläche Neu. ![]() 5. Fügen Sie jetzt die Pfade zum bin- und libexec-Verzeichnis ans Ende aller (falls mehrere Pfade bereits vorhanden sind) Path-Variablen. Beachten Sie, dass Sie die einzelnen Pfade mit einem Semikolon trennen müssen. Bestätigen Sie den Dialog mit der Schaltfläche Ok. ![]() 6. Um Boost zu Übersetzen benötigen Sie die Kommandozeile (cmd.exe). Als nächstes müssen Sie sicherstellen, dass boost-jam in der Umgebungsvariable PATH vorhanden ist. Dies können Sie bspw. in der Kommandozeile folgendermaßen einrichten (ausgehen davon, dass sich boost-jam im Verzeichnis C:\boost-jam-3.1.17-1-ntx86 befindet: ![]() 7. Als nächstes sollten Sie mit cd in das Verzeichnis wechseln, wo Sie den Quellcode zu Boost enpackt haben. Im Beispiel habe ich Boost nach C:\boost_1_38_0 entpackt: ![]() 8. Hier können Sie jetzt boost-jam (bjam.exe) zum Bauen von Boost verwenden. Mit der Option --toolset geben Sie den Compiler an (hier gcc) und hinter --prefix den Installationspfad der Headerdateien und Bibliotheken von Boost: ![]() ![]() Der Vorgang kann
jetzt ein paar Minuten dauern, was natürlich auch
vom PC abhängt. Mit dieser Variante werden die Release-,
Multithreaded- und DLL-Versionen der Boost-Bibliothek erstellt. Wollen
Sie hingegen eine andere Variante müssen Sie dies mit der
Option --build-type
angeben. Geben Sie hierbei bspw. complete an, wird Boost komplette
übersetzt und installiert, was natürlich erheblich
länger dauert.
9. Nachdem
Sie Boost selbst "gebaut"
haben, können Sie anfangen,
Anwendungen mit Boost zu erstellen. Da hier bspw. für das
Verzeichnis
von Boost C:\boost
verwendet wurde, finden Sie im Verzeichnis C:\boost\include\boost-1_38
die Headerdateien und im Verzeichnis C:\boost\lib
die Bibliotheken. Voraussetzung, dass Sie Anwendungen mit Boost
erstellen können, ist, dass Sie ein neues Projekt mit
Code::Blocks
wie im Abschnitt Mehrere
Quelldateien- und Headerdateien übersetzen gezeigt
wurde, erstellen. Hier soll zum Beispiel das Listing regex1.cpp
aus dem Buch übersetzt werden. Wenn Sie ein neues Projekt
erstellt haben,
können Sie die Optionen dafür über das
Menü Project mit
dem Befehl Build
options... einstellen.
![]() 10. Im
jetzt folgenden Dialog Project
build options wählen Sie jetzt den Reiter Linker settings aus,
um den Pfad zur regex-Bibliothek anzugeben. Klicken Sie hierzu auf die
Schaltfläche Add
und wählen Sie anschließend im sich
öffnenden Dialog Add
library die
regex-Bibliothek (hier bspw. mit dem Namen libboost_regex-mgw34-mt.lib)
im Verzeichnis C:\boost\lib
(bzw. eben den Pfad, wo Sie Boost gebaut
haben) aus und bestätigen Sie den Dialog mit Ok.
![]() 11. Was
für den Linker die Bibliothek ist, ist für den
Compiler die
Headerdatei. Damit der Compiler weiß, wo er die Headerdatei
suchen soll, wählen Sie im Dialog Project build options
den Reiter Search
directories aus. Darunter finden sich weitere Reiter, wo
Sie lediglich den Reiter Compiler
benötigen. Klicken Sie hierbei auf die Schaltfläche Add und
wählen Sie jetzt im Dialog Add directory den
Pfad zu den Boost Headerdateien (in meinem Beispiel ist dies C:\boost\include\boost-1_38)
aus und klicken Sie anschließend auf die
Schaltfläche Ok.
Den Dialog Project
build options können Sie jetzt auch mit Ok bestätigen
und schließen. Beachten Sie hierbei, dass Sie diese
Projekt-Optionen extra noch mit File * Save Project speichern
müssen, wenn die Einstellungen beim nächsten Start
des Projektes in Code::Blocks vorhanden sein sollen.
![]() 12. Jetzt
können Sie das Projekt wie gewohnt mit Build * Build and run (bzw. F9)
übersetzen und ausführen. Das Programm bei der
Ausführung:
![]() |











