6.1 Gerätekontext
Damit Sie also geräteunabhängige Anwendungen erstellen können, müssen Sie den Gerätekontext (Device Context kurz DC) für das Fenster ermitteln. Dieser Gerätekontext ist eine interne Struktur von Windows für die Verwaltung von Informationen über ein Ausgabegerät. Solch ein Gerätekontext enthält immer einen Stift zum Zeichen, einen Pinsel zum Füllen von Flächen, eine Schriftart zur Ausgabe von Zeichen und weitere Informationen, die den Gerätekontext regeln. Für jede GDI-Funktion, die Sie verwenden wollen, müssen Sie einen zugehörenden Gerätekontext mit angeben. Diesen können Sie sich mit der Funktion GetDC() ermitteln lassen.
HDC GetDC(HWND hWnd);
Als Parameter übergeben Sie der Funktion den Fenster-Handle und bekommen, wenn alles glatt verlief, den Gerätekontext dazu zurück. Mit diesem Gerätekontext können Sie jetzt Grafiken oder Texte auf das Fenster hWnd ausgeben bzw. zeichnen. Übergeben Sie der Funktion GetDC(), NULL als Parameter, bekommen Sie den Gerätekontext des Desktops zurück. Damit könnten Sie praktisch direkt auf den Desktop von Windows zeichnen.
Wenn Sie den Gerätekontext nicht mehr benötigen, wird dieser mit der Funktion ReleaseDC() wieder freigegeben:
int ReleaseDC(HWND hWnd, HDC hDC);
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